Oslo Marathon 2025

Oslo Marathon 2025

Im schönen Norwegen kann man nicht nur fantastisch wandern, man kann auch einen großartigen Marathon (oder eine Teilstrecke) mitlaufen.

Eine Gruppe lauflustiger Lauftreffler hat genau dies gemacht und Bernhard hat darüber einen Bericht geschrieben:

Man nehme Reiselust gepaart mit etwas Abenteuer und Neugierde dazu, noch die sportliche Herausforderung und geschwängert mit der Gruppendynamik. Schon war für eine Handvoll Aktive des Lauftreffs Ganderkesee genug Motivation vorhanden, sich für eine besondere Veranstaltung anzumelden. Der Oslo Marathon, in der schönen Hauptstadt am gleichnamigen Fjord gelegen, sollte es werden. Damit der Städtetrip sich auch lohnt, wurde vorab genug Freizeit mit eingeplant. Schon die frühe Anreise mit Bahn und Schiff ließ gute Stimmung aufkommen. Als die größte Fähre der Welt in Kiel ablegte und alle Passagiere die Kabinen bezogen hatten, entschleunigt man schnell trotz ansteigender Vorfreude auf den morgigen Tag. Der begann mit dem Passieren des Oslofjordes und setzte sich nach dem Anlegen fort mit der planmäßigen dreistündigen Stadtrundfahrt, kommentiert von einer deutschsprachigen Reiseleitung und nur unterbrochen durch kurze Stopps an einigen der vielen Highlights, wie der Holmenkollen Schanze oder dem Wiegelandpark, und zum Abschluss das Fram Museum. Die Busfahrt endete am strategisch günstigen und nach sportlichen Kriterien ausgewählten Hotel. Zeitnah nach dem Check-in wurde der Fußweg zum Rathaus eingeschlagen. Einmal zur Orientierung und zur Anmeldung im Sportmessezelt, in dem Hochbetrieb herrschte. Nachdem wir die Shirts, Startnummern und Kleiderbeutel zusammen hatten, wurden die Fotowände der Sponsoren begutachtet. Sämtliche Namen der ca. 20000 Teilnehmer in vier Startfelder aufgeteilt und in fünf Kategorien gewertet waren dort aufzufinden. Mit positiven Eindrücken und gut gelaunt endete der erste von drei Tagen im guten Hotelrestaurant, trotz des großen Andrangs der vielen Sportler und Touristen. Sightseeing war am nächsten freien Tag angesagt. Wieder gemeinsam und mit Stadtplan ausgestattet ging es nach einem üppigen Frühstück auf Schusters Rappen unter anderem zum Königlichen Schloss, dem von innen und außen beeindruckenden Rathaus, der Akershus Festung, von dort an der Hafenmeile entlang Richtung Bahnhofsvorplatz, der gespickt mit vielen Kunstwerken und Lokalen ganz attraktiv erscheint. Nach einer Pause im Hard Rock Cafe wurde die nicht übersehbare und einzigartige Oper bestiegen um nach dem großartigen Rundblick den Hauptbahnhof als Abkürzung zu benutzen. Denn in der Nähe befindet sich die sehenswerte Flusslandschaft der Akerselva, die sich, unterbrochen durch Wasserfälle, durch viele unterschiedliche Stadtteile windet. Nach dem Pflichtbesuch in einem der vielen Cafés wurde der Rückzug angetreten, um beim gemeinsamen Abendessen den Zeitplan für das Laufevent festzulegen. Bedingt durch die Auswahl der verschiedenen Distanzen waren auch die Startzeiten versetzt. Die ersten Marathonis wurden schon um 9 Uhr für zwei Runden auf dem 21 KM Stadtkurs mit insgesamt 600 Höhenmetern  losgelassen. Vorab waren aber noch die Rollstuhlsportler am Start. Ab 14 Uhr dann mit ca. 10000 Aktiven in acht Startblöcken verteilt die größte Gruppe der Halbmarathon Absolventen. Mit lauter Musik und dem Einstimmen der Start-Moderatoren wurden alle fünf Minuten ein paar Tausend Läufer unter dem Jubel und Applaus der Zuschauer auf die Strecke geschickt. Als letzte Gruppe um 16 Uhr dann leider unter Dauerregen die 10 KM Starter. Das schlechte Wetter am Wettkampftag war auch der einzige Wermutstropfen der gesamten Reise, wenn man die Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn nicht mit einbezieht. Die durchnässte Sportkleidung machte einen Verbleib an der Strecke nicht möglich. Schnell wurden die Kleiderbeutel aus dem separierten Bereich geholt und die warme Hoteldusche aufgesucht. Der letzte Abend in Oslo wurde wieder gemeinsam im Hotel verbracht, wobei unser Betreuer Günther Pietrucha zum Abschluss wegen des guten Teamgeists eine Runde Medizin einschenken ließ. Das lockerte nicht nur die Zungen, sonderte steigerte auch den Wortschatz und die Lautstärke der Beteiligten. Und die Bettschwere war auch erreicht. Nach der langen Nachtruhe und dem Frühstück begann die Heimfahrt mit einem Großraumtaxi zum Terminal. Dort wartete die Schwesterfähre Color Magic nicht nur auf uns. Gut gelaunt, aber mit Muskelkater begann die Rückreise wohlwissend, dass ein Abend- und ein Frühstücksbuffet auf uns wartet. Bei maritimer Sonnenuntergangsabendstimmung wurden im Bordrestaurant gleich wieder neue Laufreise-Ideen kreiert. Gegen Mittag am Folgetag begann dann die letzte holprige Etappe mit der Bahn bis nach Ganderkesee. Mein Resümee: Wiederholung: Ja, mit mehr Zeit für Museen usw. Ich hörte aber Worte wie Stralsund und Stockholm. Die gehen mir nicht mehr aus dem Gedächtnis.

Mfg Bernhard Müller

Herzlichen (und auch neidischen) Glückwunsch an die Oslogruppe.

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